Sonntag, 15. Mai 2022

 


"Gesänge der Frühe"*

                                    *nach dem Titel eines Klavierzyklus' von Robert Schumann
(Komponist, 1810-1856)


Irgendwann im März hörte ich in den frühen Morgenstunden

vor meinem Fenster wenige leise, verhaltene Töne.

Es klang in etwa wie die Frage

"Ist jemand außer mir schon wach?"


Darauf folgte eine längere Pause, dann kam Antwort.

Und wenig später setzte noch eine dritte Stimme ein.


Da wußte ich: Die Singvögel singen wieder.

Von nun an bis Ende Juli 

werden sie in der Morgen- und Abenddämmerung 

ihre kleinen Partituren vortragen.

Mal eher gleichförmig, mal phantasievoll, 

je nach Stimmungslage.

Und ich freute mich.


Eine liebe Bekannte sagte einmal,

selbst wenn es einem 'mal nicht so gut gehe

und man höre die Vögel singen,

dann denke man doch "Alles wird gut".


Wie wahr.

                                                            




Sonntag, 1. Mai 2022

 


Friedensgöttin Eirene
mit Plutos
(röm. Kopie nach Kephisodotos)
Glyptothek München


Eirene (altgriechisch Εἰρήνη Eirḗnē) ist in der griechischen Mythologie

 der vergöttlichte Frieden. 

(Bild- und Textquelle: Wikipedia)



Sonntag, 17. April 2022

 Ostersonntag


"Weich ist stärker als hart,


Wasser ist stärker als Fels,


Liebe ist stärker als Gewalt."

(Hermann Hesse)



Sonntag, 27. März 2022



Singen


Als Kind sang ich aus Freude.

Oder um mir Mut zu machen. Ich sang mir sozusagen Mut an.


Später sang ich im Jugendgottesdienst

oder mit meiner Freundin in der freien Natur

und spielte dazu Gitarre.


Auf der ostfriesischen Insel Langeoog

 erlebte ich das sogenannte "Dünensingen".

Jung und Alt trifft sich an den Dünen, 

um zu Akkordeonmusik gemeinsam Fahrten- und Seemannslieder zu singen.


Vor einiger Zeit fuhr ich mit dem Fahrrad über die Felder

und sang dabei ein wenig vor mich hin.

Ein am Wegrand stehender älterer Herr rief daraufhin spontan aus

"Da singt noch jemand! Ist das schön...."


Singen verliert in unserer Kultur 

zunehmend an Bedeutung.

Das ist sehr schade.

Unsere Stimme ist das Instrument unserer Seele, finde ich.

Mit ihr können wir so vieles in uns zum Ausdruck bringen.



Sonntag, 13. März 2022

 


Auguste Rodin
"Die Kathedrale" (Bronze), 1908
Bildquelle: ars mundi (http://www.arsmundi.de)