Sonntag, 2. März 2025

 





Claudio Arrau
Sonate no 17 in d-moll ("Der Sturm"),
3. Satz, "Allegretto"
von Ludwig van Beethoven
(Mai 1965, Concertgebouw, Amsterdam)



Dieses Musikstück bedeutet mir viel.
Die Interpretation von Claudio Arrau in dieser Aufnahme von 1965
finde ich sehr schön.
Dennoch war es mein Wunsch, es selbst spielen zu können,
doch es schien mir zu schwierig für mich.

Irgendwann kam der Mut, und ich wagte mich an die ersten Takte.
Nach mehreren Versuchen gelangen sie, und das machte mich so glücklich,
dass ich weiterübte, und auch das gelang.

Da es auch mein Wunsch war, das Stück auswendig spielen zu können,
musste ich es etwas kürzen, doch ich wählte die Übergänge sanft.
Und ich spiele es etwas langsamer, wodurch es etwas weniger virtuos
und dennoch sehr schön klingt.

Ludwig van Beethoven war sehr daran gelegen,
dass seine Stücke genau so gespielt werden, wie von ihm vorgesehen.
Das verstehe ich sehr gut.
Ich hoffe, dass meine große Freude beim Spielen des Stücks
seinen Unmut über die Änderungen besänftigen würde...



Sonntag, 2. Februar 2025

 



                                                                                                ©Barbara Wilske




Schneemorgen

 

Kristallines Licht

weiß-rosé

so rein

dann sanftes Gelb

klärend schön

 

kristalline Gedanken

kein Schmerz

 

Vivaldis Winter-Largo

 

stilles Gebet


                                                                                                                                            Barbara Wilske
                                                                                                                                                       (noch unveröffentlicht)



Dienstag, 31. Dezember 2024

 




Leserbrief in der Tübinger Tageszeitung "Schwäbisches Tagblatt"
vom 30. Dezember 2022






Sonntag, 1. Dezember 2024

 

1. Advent




Die Dunkelheit ist nicht dunkel vor Dir

die Nacht ist wie der Tag

sie ist Licht.

(meine Übersetzung des Taizé-Gesangs
"La ténèbre n'est point ténèbre devant toi
la nuit comme le jour est lumière"
Text: aus Psalm 139
Musik: Jacques Berthier)



Sonntag, 27. Oktober 2024

 



Als das Kind Kind war,

ging es mit hängenden Armen,

wollte der Bach sei ein Fluß,

der Fluß sei ein Strom,

und diese Pfütze das Meer.

 

Als das Kind Kind war,

wußte es nicht, daß es Kind war,

alles war ihm beseelt,

und alle Seelen waren eins.


Als das Kind Kind war,

hatte es von nichts eine Meinung,

hatte keine Gewohnheit,

saß oft im Schneidersitz,

lief aus dem Stand,

hatte einen Wirbel im Haar

und machte kein Gesicht beim fotografieren.


(erste Strophen des Gedichts "Lied vom Kindsein"
von Peter Handke)

Das vollständige Gedicht findet sich unter
der Babel Web Anthologie (Babelmatrix)
(https://www.babelmatrix.org/works/de/
Handke%2C_Peter-1942/
Lied_Vom_Kindsein)