Ostersonntag
"Weich ist stärker als hart,
Wasser ist stärker als Fels,
Liebe ist stärker als Gewalt."
(Hermann Hesse)
Singen
Als Kind sang ich aus Freude.
Oder um mir Mut zu machen. Ich sang mir sozusagen Mut an.
Später sang ich im Jugendgottesdienst
oder mit meiner Freundin in der freien Natur
und spielte dazu Gitarre.
Auf der ostfriesischen Insel Langeoog
erlebte ich das sogenannte "Dünensingen".
Jung und Alt trifft sich an den Dünen,
um zu Akkordeonmusik gemeinsam Fahrten- und Seemannslieder zu singen.
Vor einiger Zeit fuhr ich mit dem Fahrrad über die Felder
und sang dabei ein wenig vor mich hin.
Ein am Wegrand stehender älterer Herr rief daraufhin spontan aus
"Da singt noch jemand! Ist das schön...."
Singen verliert in unserer Kultur
zunehmend an Bedeutung.
Das ist sehr schade.
Unsere Stimme ist das Instrument unserer Seele, finde ich.
Mit ihr können wir so vieles in uns zum Ausdruck bringen.
Speis' und Trank
Auf der Speisekarte eines indischen Restaurants las ich einmal
"Essen ist Gott".
Das hat mich tief bewegt.
Es ist mir wichtig, das, was ich zu mir nehme, gut auszuwählen.
Es wertzuschätzen und dankbar dafür zu sein.
Mir Zeit zu nehmen - für das Essen, für das Trinken.
Genußmittel nur sehr selten und in kleinen Mengen zu mir zu nehmen,
und sie dann sehr bewußt zu genießen.
Bereits als junge Frau hatte ich den Wunsch,
aus ethischen Gründen nur noch vegetarisch zu essen.
Meine damalige Hausärztin riet mir jedoch - in meinem Falle -
davon ab.
Es folgten viele Jahre, in denen ich zunehmend,
jedoch noch nicht ausschließlich, vegetarisch aß.
Es benötigte Zeit, Ruhe und einiges an Nachdenken,
bis ich eine ausgewogene vegetarische Ernährung
für mich zusammengestellt hatte.
Seitdem fühle ich mich sehr wohl.