Dienstag, 28. Juli 2026

 


„Zentrum Zoo“

 

Die Diskothek hieß „Zentrum Zoo“, doch alle sagten nur „Zoo“, „Geh’n wir heute abend in den „Zoo“?“ oder „Ich war gestern noch im „Zoo“, und eigentlich war es auch keine richtige Diskothek, jedenfalls keine gewöhnliche.

Im Außenbereich konnte man sitzen und sich unterhalten, dort wurde nicht bewirtet.

Drinnen kam man zunächst in einen Vorraum, ebenfalls mit Sitzgelegenheiten, hier bot ein griechisches Brüderpaar kleine griechische Speisen sowie Getränke an.

Ging man noch ein Stück weiter und bog dann nach rechts ab, befand man sich bereits im Tanzraum mit einer relativ kleinen Tanzfläche rechts, links dem Bereich für den Discjockey, daneben wenig Raum zum Stehen.

Es gab auch keinen Trockeneisnebel und keine Lightshow, und dennoch war der „Zoo“ angesagt.

Man ging dorthin, um sich zu treffen, um interessante Leute zu sehen, um jemanden kennen zu lernen.

Die Musik, die gespielt wurde, war besonders - wer im „Zoo“ auflegte, der hatte Geschmack. Nie habe ich dort die übliche Disco-Einheitsmusik gehört.

Und manchmal wurde die momentane Stimmungslage auf der Tanzfläche vom Discjockey so sensibel erfasst und in Musik umgesetzt, dass man gar nicht mehr aufhören wollte zu tanzen.

An Silvester um Mitternacht wurde traditionell der „Wiener Walzer“ von Johann Strauss gespielt, und man tanzte Walzer in’s neue Jahr.

(Barbara Wilske,
noch unveröffentlicht)


Donnerstag, 21. Mai 2026





Cecilia Bartoli 
Intorno all' idol mio
Antonio Cesti (1623-1669), 
aus der Barockoper "Orontea"

Dienstag, 31. März 2026

 "Ich bete an die Macht der Liebe"


eines von Mamas Lieblingsliedern...


eine Zeile darin:

"Ich will 

anstatt an mich zu denken 

ins Meer der Liebe mich versenken"


Wer möchte, kann es sich unter folgendem Link als Trompetensolo anhören:

https://youtu.be/KPfDFQzGjEk?si=G3KQHlhhfyi2buDz

Komponist: Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski
Text: Gerhard Tersteegen

Sonntag, 8. März 2026

 


Frühlingsboten


                                                            © Barbara Wilske









Sonntag, 8. Februar 2026

 



Eine Knospe. Ein Lied. Ein stiller Traum.

Ein Riß. Ein Schmerz. Ein leerer Raum.

Ein letztes Blatt am Winterbaum.



Eine Knospe. Ein Lied. Ein stiller Traum.

Ein Verstehn. Ein Deuten. Ein neuer Raum.

Eine werdende Blüte am Winterbaum.


(aus meinem kleinen Gedichtband 'Andernorts', 
Deutscher Lyrik Verlag, edition anthrazit, Aachen, 2019)





Sonntag, 4. Januar 2026

 



Von guten Mächten treu und still umgeben

behütet und getröstet wunderbar

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr


(erste Strophe des Liedes
"Von guten Mächten wunderbar geborgen",
Text: Dietrich Bonhoeffer
Musik: Otto Abel, Siegfried Fietz, Gerhard Fleischer u.a.)



Sonntag, 30. November 2025

 



Gedanken im Advent


Die Karawane


Manchmal sehe ich bei meinen Spaziergängen eine kleine Karawane.

Vor ein paar Jahren sah ich sie zum ersten Mal.

Damals bestand sie aus einer jungen Frau, ihrer etwa 3-jährigen Tochter

und einem großen, kräftigen weißen Hund,

der lose an einen Buggy angeleint war,

in den das Mädchen sitzen durfte, wenn es des Laufens müde war.

Sie fiel mir auf, da sie in einer Seelenruhe durch den Wald zog.


Einige Zeit später kam zur Karawane noch ein weiteres Kind hinzu,

ein Junge, den die Mutter liebevoll in einem Tragetuch

vor ihrer Brust trug.

Inzwischen macht er seine ersten Schritte, 

die von der Mutter ruhig und aufmerksam begleitet werden.


Ich freue mich, wenn ich die Karawane sehe.

Sie ist mir Vorbild darin,

ruhig und geduldig durchs Leben zu gehen.





Sonntag, 28. September 2025

 



"Dein Wille geschehe"


Dies halte ich für den schwierigsten Satz im "Vaterunser".

Er setzt bedingungsloses Vertrauen in Gottes liebevolle Führung voraus.


Wenn wir nun Empfindungen wie Trauer, Schmerz, Verzweiflung, Angst

durchstehen müssen,

so fällt es uns schwer,

darin Gottes liebevolle Führung zu erkennen.


Jedoch sind es gerade diese Empfindungen,

die uns wachsen und reifen lassen,

die uns feinfühliger und einfühlsamer werden lassen

und uns somit veredeln.



Sonntag, 31. August 2025

 



Myriaden von Sternen


und nur einer davon bist Du


der hellste, sagtest Du


oh ja, der hellste


Barbara Wilske,
für Mama
(noch unveröffentlicht)



Sonntag, 1. Juni 2025

 



Wenig gelten Anmut und Keuschheit,

Weisheit und Langmut


Also schweigen die Zeichen Myrte und Weide,

Pappel und Feigenbaum


(aus dem kleinen Gedichtband "Myrtenzweig"
von Thomas Berger,
deutscher lyrik verlag, edition anthrazit,
Aachen, 2010)




Sonntag, 4. Mai 2025

 




Paul Gauguin
Arearea
1892
huile sur toile
Legs M. et Mme Frédéric Lung, 1961
© Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt



Sonntag, 30. März 2025

 


Die Liebe ist langmütig,

die Liebe ist gütig.

Sie ereifert sich nicht,

sie prahlt nicht,             

sie bläht sich nicht auf,

sie handelt nicht ungehörig,

sucht nicht ihren Vorteil,

lässt sich nicht zum Zorn reizen,

trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht,

sondern freut sich an der Wahrheit.

Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles,

hält allem stand.

Die Liebe hört niemals auf.

(1 Korinther, 13) 



Mama lehrte mich diese Worte aus dem "Hohelied der Liebe" (erster Paulusbrief an die Korinther).

Und ich, weit entfernt von all' dem Guten, kann immer nur danach streben.



 


Sonntag, 2. März 2025

 





Claudio Arrau
Sonate no 17 in d-moll ("Der Sturm"),
3. Satz, "Allegretto"
von Ludwig van Beethoven
(Mai 1965, Concertgebouw, Amsterdam)



Dieses Musikstück bedeutet mir viel.
Die Interpretation von Claudio Arrau in dieser Aufnahme von 1965
finde ich sehr schön.
Dennoch war es mein Wunsch, es selbst spielen zu können,
doch es schien mir zu schwierig für mich.

Irgendwann kam der Mut, und ich wagte mich an die ersten Takte.
Nach mehreren Versuchen gelangen sie, und das machte mich so glücklich,
dass ich weiterübte, und auch das gelang.

Da es auch mein Wunsch war, das Stück auswendig spielen zu können,
musste ich es etwas kürzen, doch ich wählte die Übergänge sanft.
Und ich spiele es etwas langsamer, wodurch es etwas weniger virtuos
und dennoch sehr schön klingt.

Ludwig van Beethoven war sehr daran gelegen,
dass seine Stücke genau so gespielt werden, wie von ihm vorgesehen.
Das verstehe ich sehr gut.
Ich hoffe, dass meine große Freude beim Spielen des Stücks
seinen Unmut über die Änderungen besänftigen würde...



Sonntag, 2. Februar 2025

 



                                                                                                ©Barbara Wilske




Schneemorgen

 

Kristallines Licht

weiß-rosé

so rein

dann sanftes Gelb

klärend schön

 

kristalline Gedanken

kein Schmerz

 

Vivaldis Winter-Largo

 

stilles Gebet


                                                                                                                                            Barbara Wilske
                                                                                                                                                       (noch unveröffentlicht)



Dienstag, 31. Dezember 2024

 




Leserbrief in der Tübinger Tageszeitung "Schwäbisches Tagblatt"
vom 30. Dezember 2022






Sonntag, 1. Dezember 2024

 

1. Advent




Die Dunkelheit ist nicht dunkel vor Dir

die Nacht ist wie der Tag

sie ist Licht.

(meine Übersetzung des Taizé-Gesangs
"La ténèbre n'est point ténèbre devant toi
la nuit comme le jour est lumière"
Text: aus Psalm 139
Musik: Jacques Berthier)



Sonntag, 27. Oktober 2024

 



Als das Kind Kind war,

ging es mit hängenden Armen,

wollte der Bach sei ein Fluß,

der Fluß sei ein Strom,

und diese Pfütze das Meer.

 

Als das Kind Kind war,

wußte es nicht, daß es Kind war,

alles war ihm beseelt,

und alle Seelen waren eins.


Als das Kind Kind war,

hatte es von nichts eine Meinung,

hatte keine Gewohnheit,

saß oft im Schneidersitz,

lief aus dem Stand,

hatte einen Wirbel im Haar

und machte kein Gesicht beim fotografieren.


(erste Strophen des Gedichts "Lied vom Kindsein"
von Peter Handke)

Das vollständige Gedicht findet sich unter
der Babel Web Anthologie (Babelmatrix)
(https://www.babelmatrix.org/works/de/
Handke%2C_Peter-1942/
Lied_Vom_Kindsein)



 

Sonntag, 29. September 2024

 



Julia und Chris Simmance
(Bildquelle: 
https://simmance.bandcamp.com/track/still-2)



Ich möchte heute Julia und Chris Simmance vorstellen.

Julia spielt Geige, Chris meist Gitarre oder Akkordeon.

Ihre Stimmen sind sehr schön und harmonieren wunderbar.


Welche Art von Musik sie machen, lässt sich von dem Bild

 schon ein wenig erahnen, finde ich....


Das Lied "Still", das ich besonders mag,

kann man über den Link  https://simmance.bandcamp.com/track/still-2

kostenlos anhören oder auch - gegen eine kleine Gebühr - herunterladen.

Es gehört zu ihrem ersten gemeinsamen Album "Two Senses" von 2010.

Der Link führt direkt zum Lied,

und man befindet sich zugleich auch schon auf der Homepage der beiden.


Viel Freude beim Hören

(Und vielleicht möchte jemand einen Kommentar dazu schreiben?
Das wäre schön....)